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Jahr eins ohne Agung Ruhanda

Saisonstart im Badminton: Sowohl beim BC Trogen-Speicher als auch in der Liga gibt es Änderungen.

«Wäre er ein Eishockeyaner, würde nun sein Trikot an der Hallendecke hängen», sagt Hanspeter Kolb, der langjährige Funktionär des BC Trogen-Speicher. Die Rede ist von Agung Ruhanda. Der ist 2004 aus Indonesien in die Schweiz gekommen, war zunächst Spielertrainer in Basel und nachher bei der Badmintonvereinigung St.Gallen-Appenzell resp. beim BC Trogen-Speicher. Er führte die Ostschweizer zu vier Schweizermeister-Titeln und je dreimal zu Silber und Bronze. Seit dem 1. August ist der 44jährige bei Swiss Badminton vollamtlich als Elite-Doppeltrainer angestellt. Seine Familie ist nach Bern gezogen. «Wir verlieren ihn ihm eine grosse Persönlichkeit», ist sich Claude Heiniger, der Präsident von Trogen-Speicher, bewusst. 

Wieder namhafte Konkurrenz zu erwarten

Ruhanda wird als Trainer und Spieler nicht ersetzt, aus finanziellen Gründen. Für das Training verantwortlich zeichnen Roman Zirnwald (der sich bisher vor allem um das NLB-Team gekümmert hat) sowie der bewährte indonesische Spieler Mochamad Rehan Diaz. Abgesehen vom Abgang Ruhandas ist das Kader das gleiche wie in der Saison 2025/26. Seine ältere Tocher Azkya wird weiter für Trogen-Speicher spielen. Natürlich habe man die Ambition, die Playoffs zu erreichen, sagt der Präsident. «Aber es ist auch möglich, dass wir uns auf die hinteren Regionen ausrichten müssen.» Wie im Vorjahr verfügt die Konkurrenz über sehr namhaftes ausländisches Personal. Dieses wird aber zeitweise wegen Turnierverpflichtungen nicht zur Verfügung stehen. Der Saisonstart erfolgt am Sonntag, 27. September, mit dem Spiel beim Team Argovia. Im Gegensatz zur vergangenen Interclub-Meisterschaft umfasst die oberste Spielklasse acht statt sieben Teams: Courrendlin ist aus der NLB aufgestiegen. Dies bedeutet, dass im kommenden Frühling voraussichtlich eine Mannschaft absteigen wird (wenn es denn einen Aufsteiger gibt) und deshalb die Endphase der Saison auch für die Teams ohne Playoffchancen Bedeutung haben wird. 

Heimhalle und Zählweise neu

Jahrelang haben die Ausserrhoder ihre Heimspiele in der St.Galler Halle «Tal der Demut» ausgetragen. Ab der Saison 2026/27 ist in unmittelbarer Nähe die Halle der Primarschule Riethüsli die neue Wettkampfstätte. Eine andere Änderung gibt es auf Ligaebene zu vermelden. Die Zuschauerinnen und Zuschauer haben sich an eine neue Zählweise zu gewöhnen. Die einzelnen Spiele werden nicht mehr auf drei Gewinnsätze gespielt, sondern auf zwei. Diese gehen dafür nicht bis elf Punkte, sondern bis (mindestens) 15. «Einerseits wird die Belastung für die Spielerinnen und Spieler dadurch geringer, andererseits dauern die Partien etwas weniger lang», sagt Heiniger. Die Regelung gilt in der Schweiz ab sofort für alle Ligen, in internationalen Partien mit Beginn des Kalenderjahrs 2027.

 

Erstes Heimspiel: 11. Oktober

Das erste Heimspiel des NLA-Teams findet am Sonntag, 11. Oktober, um 14 Uhr gegen Yverdon-les-Bains statt. Die Heimpartien der zweiten Mannschaft von Trogen-Speicher (NLB) sind jeweils gleichentags angesetzt (10 Uhr). Diese Equipe, die jüngste der Liga, setzt sich weiterhin ausschliesslich aus einheimischen Spielerinnen und Spielern zusammen. «Angestrebt wird ein Abschneiden in der oberen Tabellenhälfte», erklärt der Präsident. Wie in der NLA wird ein enges Ringen um die Plätze erwartet. Im Weiteren stellt Trogen-Speicher auch je ein Team in der 2., 3. und 4. Liga. Diese haben sich alle den Aufstieg zum Ziel gesetzt. 

Bilder: Kurt Frischknecht

Text: Lukas Pfiffner