
BC Trogen-Speicher unterliegt im Halbfinal Yverdon-les-Bains zweimal 3:5 und verpasst den NLA-Playofffinal
Über drei Stunden am Samstag, drei Stunden am Sonntag: So lange dauerten die beiden Playoffspiele des NLA-Halbfinals zwischen Trogen-Speicher und Yverdon-les-Bains. Spektakuläre Ballwechsel und spannenden Partien prägten das Wochenende – aber der Final vom 2./3. Mai findet ohne Ausserrhoder Beteiligung statt. Trogen-Speicher unterlag beide Male 3:5. Das Endspiel mit rein Westschweizer Beteiligung bestreitet Yverdon gegen Lausanne, das sich im anderen Halbfinal gegen Zürich diskussionslos 7:1 und 2:0 durchsetzte.
Die Partien von Trogen-Speicher verliefen wesentlich ausgeglichener. «Natürlich, wenn du im Halbfinal stehst, möchtest du diesen gewinnen», meinte Claude Heiniger, der Präsident des BC Trogen-Speicher, nachdem die Entscheidung gefallen war. Aber weder der Verein noch das Team dürfen enttäuscht sein über die Leistung, fügte er an. Weil im Badminton keine Spiele um den dritten Platz stattfinden, erhielten die Ausserrhoder am Sonntag aus den Händen von Verbandsvertretern die Bronzemedaillen überreicht.

«Alt gegen Jung…»
Imka Putrama Arlin, die Ausserrhoder Nummer zwei, stand wegen eines Clubeinsatzes für Mulhouse am Samstag nicht zur Verfügung. Dies hatte mehrere Auswirkungen in der Aufstellung: Erstmals in der NLA spielte das Ehepaar Franziska und Patrick Volkmann die Mixed-Partie, und Spielertrainer Agung Ruhanda kam nach sehr langer Zeit wieder einmal zu einem Einsatz im Einzel. «Alt gegen Jung…», kommentierte der 43-Jährige, der auf den 19-jährigen Nolan Chanthakesone traf (und verlor). Azkya Ruhanda im Einzel, das Damendoppel mit Tania Oktaviani Kusumah/Franziska Volkmann und das Herrendoppel Mochamad Rehan Diaz/Nils Harzenmoser holten im Hinspiel die drei Siege von Trogen-Speicher.
Ein Sieg in sechs Herreneinzeln
Während Yverdon im Rückspiel mit der gleichen Aufstellung wie in St.Gallen antrat, gab es bei Trogen-Speicher mehrere Wechsel. Imka konnte nun mitwirken, spielte nebst dem Einzel auch im Doppel mit Agung Ruhanda. Azyka Ruhanda und das Damendoppel punkteten auch am Sonntag (in vier Sätzen). Wenn man die Samstagresultate als Basis nahm, hätten die Ausserrhoder am Sonntag zwei «Bonuspunkte» gewinnen müssen, um zu einer Verlängerung mittels einem «Golden Game» zu kommen. Imka entschied seine Partie zu seinen Gunsten – es war der einzige Ausserrhoder Sieg in sechs Herreneinzeln des Wochenendes. Wobei sich Diaz gegen den besten Einzelspieler der NLA, den Finnen Kalle Koljonen (Weltnummer 50) hervorragend wehrte und im Vergleich zum Samstag verhältnismässig knapp unterlag (8:11, 1:11, 11:8, 9:11). Diaz/Harzenmoser gaben im Rückspiel ihr Doppel im Gegensatz zum Samstag nach drei extrem harten und umstrittenen Sätzen ab. So hatte das abschliessende Mixed punkto Finaleinzug keine Bedeutung mehr. Anic Metzger/Patrick Volkmann unterlagen in vier Sätzen.

«Team wird zusammenbleiben»
Mit der sicheren Playoffqualifikation und dem deutlichen Ligaerhalt des NLB-Team darf Trogen-Speicher trotzdem auf eine gelungene Saison 2025/26 zurückblicken. Es ist dem Verein gelungen, nach Anic Metzger und Azkya Ruhanda weitere junge Spielerinnen und Spieler ans Niveau der NLA heranzuführen – wie Zeno Baldegger und Liron Ubieto, die im Halbfinal nicht spielten. Die Ausgeglichenheit und der gute Zusammenhalt waren Trümpfe. «Das Team wird zusammenbleiben», schaute Claude Heiniger am Sonntag bereits auf die nächste Saison. Bei den Damen wird damit zu rechnen sein, dass Azkya Ruhanda und Leila Zarrouk (die eben erst von einer Verletzung genesen ist und gegen Yverdon nicht zum Einsatz kam) öfters wegen Turnierteilnahmen im Ausland fehlen werden.

Text: Lukas Pfiffner
Fotos: Kurt Frischknecht und Anic Metzger
